Sauerkraut – selbstgemachtes Superfood

Überall ist zurzeit die Rede von Superfood. Es scheint eines der neuesten Modewörter für gesunde Lebensmittel geworden zu sein. Als Superfoods werden Lebensmittel mit besonders gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen bezeichnet.

Doch was genau sind nun Superfoods? Gibt es Superfoods nicht schon immer?

Die Antwort darauf, ist ganz klar: Ja, Superfoods gab es schon immer, nur nannte man diese nicht so. Der Begriff Superfood wird gerade jetzt in den Medien, Online-Blogs und Zeitschriften zum Thema Ernährung sehr gehyped.

Superfoods sind die hochwertigsten und nährstoffreichsten Lebensmittel unseres Planteten. Sie haben die Fähigkeit uns von Grund auf zu nähren, zu stärken, zu reinigen und zu regenerieren.
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Kakao, Goji-Beere und Maca sind nur einige wenige Superfoods, die zurzeit in aller Munde sind. Die meisten dieser Lebensmittel wachsen bei uns nicht und müssen daher importiert werden. Aber ganz klar ist, es gibt auch genug heimische sogenannte Superfoods! Besonders gesunde Lebensmittel sind unter anderem alle möglichen Wildobstfrücht und Wildkräuter, sowie fermentierte Lebensmittel wie das Sauerkraut.

Heimische Superfoods selbst gemacht!

Eines der wohl bekanntesten heimischen Superfood in Österreich ist das Sauerkraut.
Schon James Cook wusste von der Besonderheit von Sauerkraut und nahm große Bottiche gefüllt mit Sauerkraut auf seine Entdeckungsreise mit. Das Sauerkraut schützte die Seeleute vor der gefürchteten Skorbut, der zuvor ganze Schiffsmannschaften zum Opfer fielen. Heute wissen wir, dass dies auf den hohen Vitamin C-Gehalt des Sauerkrautes zurückzuführen ist. Außerdem war es aufgrund der langen Haltbarkeit für lange Seereisen ideal geeignet.

Die Milchsäure Gärung ist eine der ältesten Methoden um Lebensmittel haltbar zu machen. Mit Salz wird das Kraut zu Sauerkraut fermentiert d.h. vergärt. Für die Fermentierung von Kraut zu Sauerkraut sind mehrere Mikroorganismen notwendig, die uns in unserem Leben laufend begegnen. Die natürlich in der Luft vorkommenden probiotischen Bakterien und Mikroorganismen reichern Lebensmittel an und bringen diese zum Fermentieren. Beim Fermentieren von Lebensmittel entstehen unterschiedliche Bio-Konservierungsstoffe wie Alkohol, Milchsäure oder Essigsäure, wodurch Lebensmittel mit Nährstoffen angereichert und haltbar gemacht werden.

Biodiversität ist Essentiell für ein gut funktionierendes System in der Natur. Die Biodiversität der Bakterien ist auch wichtig für einen gut funktionierenden Körper. Fermentierte Lebensmittel sind reich an Pro-biotischen Bakterien und helfen dir, deinen Körper in einer Balance zu halten und stärken dein Immunsystem.

Kraut und Kohlgemüse ist reich an krebsvorbeugenden Nährstoffen, weshalb diese auf jeden Fall ein heimisches Superfood sind.

Anleitung zum Selbermachen

Du brauchst:

  • 2 Kilo frisches Kraut
  • 3 Esslöffel Salz
  • einen großen Topf oder Schraubglas
  1. Äußeren Blätter des Krauts zur Seite legen und Strunk entfernen
  2. Kraut klein schneiden oder hobeln
  3. Kraut mit Salz und ev. Wacholderbeeren (+ev. andere Zutaten wie Senfkörner, Dill, Apfel) in den Topf geben und stampfen oder fest kneten -> es wird Flüssigkeit entstehen
  4. Oberste Schicht mit den zuerst entfernten äußersten Krautblättern bedecken und beschweren (ausgekochter Stein)
  5. wichtig: das Kraut muss vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein!
  6. Topf luftdicht abdecken, sodass die im Gärungsprozess entstandenen Gase entweichen können, aber keine Luft dazu kommt (z.B. Schraubdeckel nur leicht anschrauben)
  7. ca. 4 Wochen im kühlen, dunklen Lagern

Es ist generell darauf zu achten, dass während des Gärprozesses keine Luft in den Behälter gelangen kann. Denn die Luft würde die Milchsäuregärung verhindern. Je nach Gärtemperatur dauert der Gärprozess zwischen drei und sechs Wochen. Danach ist das Sauerkraut verzehrbereit und kann portionsweise aus dem Behälter entnommen werden.