Wildkräuter sammeln – How To Do It – Urselv

Wildkräuter sammeln ist total im Trend. Hier ein paar Tipps & Tricks zum Sammeln!

Nur Wildkräuter und -früchte sammeln die du kennst!

Man braucht kein Botaniker sein und alles erkennen was in der Wiese wächst. Aber wenn du dich auf den Weg machst, um zu Sammeln ist es wichtig die Kräuter, die du pflückst genau zu kennen! Es gibt in manchen Fällen Doppelgänger die zum Teil auch giftig sein können. Daher: nimm dir ein Bestimmungsbuch mit und schau immer nach wenn du dir nicht 100% sicher bist! Im Zweifel immer stehen lassen!

Die 1/3 Regel beachten!

Sammle nur so viel, wie du wirklich brauchst. Teekräuter oder andere Gewürzkräuter kannst du dir jedes Jahr wieder neu pflücken – ist auch besser, denn sie verlieren an Inhaltsstoffen. Generell sagt man: 1/3 lässt du für die Tierwelt stehen, 1/3 lässt du für die Pflanze selbst, 1/3 darfst du pflücken.

Wo sammle ich?

Hier sollte jeder seinen Hausverstand benutzen. Neben dicht befahrenen Straßen oder in sehr hundereichen Parkabschnitten ist es nicht unbedingt am besten Kräuter zu sammeln. Im Falle, kannst du deine Kräuter aber auch vor der Verarbeitung waschen.

Auch in Wien gibt es sehr viele grüne Inseln wo du viele Wildkräuter und -früchte findest. Zum Beispiel: Donauinsel, Prater, Pötzleinsdorfer Park, Schönbrunn, Wienerwald, Campus Altes AKH und so weiter. Mach die Augen auf, du wirst plötzlich überall Wildkräuter sehen!

Wer ausserhalb der Stadt sammelt, sollte auf alle Fälle darauf achten, nicht am Rand von gedüngten und gespritzten Feldern zu pflücken. Der Pestizideinsatz ist wirklich nicht zu unterschätzen!

Pflanzzeit ist!

Es ist soweit. Die Gartensaison ist eröffnet!

Du hast einen Balkon? Dann fang jetzt an, an deiner Fensterbank im Warmen Kräuter und Gemüse vorzuziehen. Tomaten, Chilis und Pfefferoni haben eine lange Anzuchtdauer, daher ist es am besten du bereitest deine Anzuchtschalen schon jetzt vor!

Das 1×1 der Gemüsevorzucht:

Welche Erde nehme ich?
Keine gedüngte Erde verwenden. Sehr gut geeignet sind Maulwurfshügel. Torffreie Bio-Erde gibt es auch in Baumärkten zu kaufen.

Wie ziehe ich meine Pflanzen vor?
Du brauchst dazu Anzuchtschalen. Dafür eignen sich kleine Untersetzer, Plastikschalen (von z.B. Gemüse oder Obst), Eierbecher, Tetrapak oder ähnliches. Du hast bestimmt etwas passendes zu Hause. Wichtig: Beschriften nicht vergessen! So weißt du auch noch nach ein paar Wochen was du gepflanzt hast.

Wie gehe ich’s an?

  • Befülle deine Anzuchtschalen 2/3 mit Erde
  • säe die Samen
  • bedecke die Samen mit einer feinen Schicht Erde
  • gießen
  • beschriften

Wie gehts weiter?

Regelmäßig gießen und nicht austrocknen lassen, so wachsen deine Pflänzchen fleißig. Nun ist es an der Zeit zu Pikieren. Die meisten Pflanzen können schon nach 10 Tage pikiert werden. Hast du große Anzuchtschalen für deine Pflänzchen genommen, kannst du diese vereinzeln (d.h. die Stärkeren lässt du stehen, die anderen zupfst du weg). Aber irgendwann ist auch die Anzuchtschale zu klein, dann werden die stärkeren Pflänzchen pikiert und in kleine Töpfe gesetzt. Dabei wird die Wurzel der Pflanze etwas gekürzt bevor sie in ein passendes Pflanzloch gepflanzt und gut angegossen wird.

Je nach Gemüsepflanze kannst du deine Setzlinge ins Freie setzen. Tomaten, Chili und Pfefferoni mögen es sehr warm, diese setzt man am besten Anfang Mai (nach den Eisheiligen). Salat, Mangold, Kohlrabi kann schon früher ins Freie. Radieschen, Karotten und Spinat kann Mitte März direkt ins Freie gesetzt werden.

Fensterbank-Gärtnern im Winter

Im Winter scheint die Gärtnerzeit im Winterschlaf zu sein. Dennoch kannst du dir frische Kräuter ganz leicht auf deiner Fensterbank ziehen. Frisches Grün liefert frische Vitamine!

Kresse kresse

Kresse kannst du das ganze Jahr über in kleinen Schalen an deiner Fensterbank ziehen.

Dazu brauchst du:

  • Schale oder Teller
  • Küchenrolle
  • Kressesamen
  • Wasser

Lege zwei Schichten Küchenrolle auf dein Teller oder Schale und befeuchte dies mit Wasser sodass ca. 1-2mm Wasser über dem Papier steht. Nun streust du die Kressesamen relativ dicht aus. Täglich gießen und nicht austrocknen lassen. Nach ein paar Tagen kannst du bereits deine frische Kresse genießen!

Tipp: Du kannst auch Kresse in Blumenerde ziehen. Einfach oben auf streuen und feucht halten. Kresse ist ein Lichtkeimer und darf daher nicht mit Erde bedeckt werden, da sie Licht zum Keimen benötigt.

Selbstgebraute Limo!

Du hast die Nase voll vom Wasser trinken?

Verfeinere dein Leitungswasser doch ganz einfach mit ein paar Kräuter!
Alle mögichen Kräuter, ob Wildkräuter wie Mohnblumen, Löwenzahn, echtes Labkraut, Rot- und Weißklee oder andere Küchenkräuter wie Thymian, Minze, Melisse, Salbei, Lavendel kannst du dafür verwenden.

Nimm einen Krug und befülle diesen mit Leitungswasser. Gib einen Strauß Kräuter dazu und lass diesen für einige Stunden stehen. Die Kräuter geben ihr Aroma an das Leitungswasser ab und du hast deine eigenen Limonade gebraut!

Probier’s aus, du kannst alle möglichen essbaren Kräuter verwenden. Mit etwas Zucker kannst du deine Limo natürlich auch etwas versüßen..

Tipp!
Du kannst deine Limonaden auch mit Obst verfeinern! Orange, Zitronen, Äpfel, … klein geschnitten und rein damit in den Wasserkrug. Nach ein paar Stunden schmeckt dein Leitungwasser lecker nach Limo.

Es wird dir schmecken und vor allem deinen Durst löschen!

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URBANES GÄRTNERN liegt voll im Trend. Du willst auch?

In Wien gibt es mittlerweile schon in fast jeden Bezirk einen Gemeinschaftsgarten an dem man sich beteiligen kann. Manchmal ist die Warteliste lang, das Beet nur klein, aber es zahlt sich trotzdem aus. Kräuter, Pflücksalat, Kresse oder Ruccola wachsen sogar im Blumenkisterl an deiner Fensterbank!

Du willst mehr ernten? Informiere dich über Selbsterntefelder. Am Stadtrand von Wien gibt es einige davon, die sogar schon von den Bauern vorbepflanzt und bewässert werden! Natürlich bleibt auch Platz frei, wo du dein Lieblingsgemüse anpflanzen kannst..