Tomatenzeit!

Täglich reifen die Tomaten heran. Selbstgezogene Tomaten haben ein besonders leckeres Aroma und schmecken fruchtig süß. Ob rot, orange oder rot-grün gestreift – es gibt sehr viele verschiedene Tomatensorten, von denen du ganz leicht Saatgut gewinnen kannst. Wichtig ist, dass die Tomate eine Bio-Tomate ist. Bei andere Züchtungen (Hybridsorten) könnte es passieren, dass das Saatgut nicht mehr keimt oder nur wenige Früchte trägt.

Du hast deine Lieblingstomate entdeckt?

Hier findest Du eine Anleitung zur Saatgutgewinnung von Tomaten. Do It URSELV

  1. Suche dir die größten reifen Tomaten von Pflanzen, die keine Krankheiten haben.
  2. Halbiere die vollreife Tomate und quetsche die Samen mit Fruchtfleischresten in ein Glas/ Schüssel.
  3. Gib zur Samen/ Fruchtfleisch Mischung einen Schuss Wasser dazu.
  4. 1-3 Tage stehen lassen – die Samenmischung fängt zu Gären an. Dabei lösen sich die Fruchtfleischreste und die gelartige Hülle der Tomatensamen. Es bildet sich weißer Schaum an der Oberfläche – steht dieser zu lange, kann sich Schimmel bilden (für die Samen am Boden des Gefäßes allerdings nicht problematisch)
  5. Gefäß mit Wasser auffüllen und vorsichtig ausleeren. So entfernst du die Fruchtfleischreste von der Oberfläche und die Samen bleiben am Boden zurück. Samen abschließend durch ein Sieb mit Wasser abspülen.
  6. Nun werden die Samen getrocknet. Gut geeignet ist Backpapier oder ein Teller – wichtig, die Samen sollen nicht festkleben. Getrocknete Samen können in einem Glas oder Papiersackerl mehrere Jahre lagern.
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Dein eigener Nussschnaps

Wenn du einen Walnussbaum in deiner Nähe kennst, dann schnell hin! Pflücke dir ein paar grüne Nüsse und du kannst dir ganz leicht deinen eigenen Nusschnaps machen.

 

Wie funktioniert’s?

Für 1 Liter Nussschnaps benötigst du 10 grüne Walnüsse. Sammle diese am besten um die Sonnenwende, wenn diese innen noch weich und schleimig sind. So sind sie ideal für deinen Nussschnaps.

Schneide die 10 Nüsse in vierteln und gib sie in einen Glasbehälter, der mindestens 1 Liter umfasst. Am besten ist es, wenn du diesen auch verschließen kannst. Du kannst auch ein bisschen improvisieren und ein Plastiksackerl mit Gummiringerl über die Öffnung geben.

1 Liter Korn Schnaps über die grünen, kleingeschnittenen Nüsse geben.

Nun fehlen noch die Gewürze! Es gibt oft in Bioläden fertige Nussschnapsgewürze mit Zucker zu kaufen. Du kannst dir aber deine Gewürze auch individuell zusammenstellen und ein bisschen variieren.
Diese Gewürze brauchst du: Zimt, Sternanis, Wermut, Gewürznelken + ca. 250g Zucker.

Alles zusammen im Glasbehälter täglich schütteln und ca. 6 Wochen ziehen lassen. Abseihen und fertig ist dein Nussschnaps!

Lindenblüten Tee Sammelzeit

Riechst du auch schon den angenehmen Duft in der Luft? Die Linden sind am blühen.

Raus ins Grüne und pflück dir deinen Tee-Vorrat! Die Tage sind zurzeit sehr lange, wodurch die Pflanzen und Bäume viel Energie aufnehmen können. Darum ist jetzt der perfekte Zeitpunkt zum Lindenblüten Sammeln.

 

 

Warum Lindenblüten Tee?

Lindenblütentee hilft bei Erkältungen, Grippe und stärkt das Immunsystem. Auch bei Blasen- und Nierenleiden wirkt er sehr gut.

Was musst du beim Sammeln beachten?

  • Sammle nur an trockenen Tagen.
  • Suche dir Bäume in Parks, die nicht direkt neben der Straße stehen – viele Linden findest du in Wien zum Beispiel im Augarten. Die Blüten sind hier auch leicht erreichbar.
  • Pflücke den Blütenstand. Auch das dazugehörige Hochblatt kannst du mitpflücken.
  • Pflücke nur so viel, wie du in einem Jahr brauchen kannst! Die Wirkstoffe lassen mit der Zeit nach und du kannst dir jedes Jahr wieder frische Lindenblüten sammeln.
  • Gepflückte Blüten trocknest du auf einem Geschirrtuch. Immer wieder wenden. Nicht direkt in der Sonne trocknen.

Rezept?

Eine Hand voll Lindenblüten mit 1 Liter heißem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Lindenblüten Tee schmeckt herrlich süßlich.

Wenn du den Lindenblüten Tee länger ziehen lässt, verfärbt sich der Tee rötlich. So eignet er sich auch hervorragend als kalte Sommer Limonade.

Zeit für Hollerblütensekt

Ja! Hollerblütensekt kannst du dir ganz leicht selbst machen. Du brauchst dazu nur leere Weinflaschen, Hollerblüten, Zucker, Zitrone und etwas Essig.

Hollerblüten sind zurzeit überall duftend am Blühen. Hollerstauden sind so gut wie überall zu finden, vor allem an Wegrändern, Waldrändern. In Wien vor allem im Augarten und auf der Donauinsel.

How to do it URSELV

Anleitung für 1 Liter Sekt:
5 Hollerblüten
1 l Wasser
150 g Zucker
25 ml Essig
1/2 Zitrone in Scheiben

  • Zucker im Wasser volständig auflösen.
  • Hollerblüten, Zitronenscheiben sowie Essig dazugeben – 24h ruhen lassen
  • Abseihen un din dickwandige Flaschen abfüllen – am besten Wein oder Sektflaschen mit Schraubverschulss!
  • Nach ein paar Tagen tritt die Gärung ein – nach 1 Monat fertig genießbar
  • Achtung! Durch die Gärung entsteht Kohlensäure, daher dicke Flaschen nehmen, um Explosionen zu verhindern. Langsam öffnen und nicht schütteln!

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Wildkräuter sammeln – How To Do It – Urselv

Wildkräuter sammeln ist total im Trend. Hier ein paar Tipps & Tricks zum Sammeln!

Nur Wildkräuter und -früchte sammeln die du kennst!

Man braucht kein Botaniker sein und alles erkennen was in der Wiese wächst. Aber wenn du dich auf den Weg machst, um zu Sammeln ist es wichtig die Kräuter, die du pflückst genau zu kennen! Es gibt in manchen Fällen Doppelgänger die zum Teil auch giftig sein können. Daher: nimm dir ein Bestimmungsbuch mit und schau immer nach wenn du dir nicht 100% sicher bist! Im Zweifel immer stehen lassen!

Die 1/3 Regel beachten!

Sammle nur so viel, wie du wirklich brauchst. Teekräuter oder andere Gewürzkräuter kannst du dir jedes Jahr wieder neu pflücken – ist auch besser, denn sie verlieren an Inhaltsstoffen. Generell sagt man: 1/3 lässt du für die Tierwelt stehen, 1/3 lässt du für die Pflanze selbst, 1/3 darfst du pflücken.

Wo sammle ich?

Hier sollte jeder seinen Hausverstand benutzen. Neben dicht befahrenen Straßen oder in sehr hundereichen Parkabschnitten ist es nicht unbedingt am besten Kräuter zu sammeln. Im Falle, kannst du deine Kräuter aber auch vor der Verarbeitung waschen.

Auch in Wien gibt es sehr viele grüne Inseln wo du viele Wildkräuter und -früchte findest. Zum Beispiel: Donauinsel, Prater, Pötzleinsdorfer Park, Schönbrunn, Wienerwald, Campus Altes AKH und so weiter. Mach die Augen auf, du wirst plötzlich überall Wildkräuter sehen!

Wer ausserhalb der Stadt sammelt, sollte auf alle Fälle darauf achten, nicht am Rand von gedüngten und gespritzten Feldern zu pflücken. Der Pestizideinsatz ist wirklich nicht zu unterschätzen!

Gönn dir ein Gründonnerstagssüppchen

Wildkräuter sprießen aus allen Ecken, ob im Garten oder auf den Grünflächen der Stadt. Die beste Zeit zum Kräutersammeln beginnt jetzt! Raus in die Natur, und pflück dir was…

Es ist an der Zeit, seinen Körper mit Wildkräutern zu entgiften.

Früher war es gängig, nach dem Winter wo wenig frische Nahrungsmittel vorhanden waren seinen Körper mit den ersten Wildkräutern zu entgiften. Traditionell war die Gründonnerstagssuppe. In der traditionellen Gründonnerstagssuppe wurden 9 Kräuter verkocht, die alle eine entschlackende Wirkung haben. Brennessel, Bärlauch, Löwenzahn, Spitzwegerich, Vogelmiere und Giersch sind in der Suppe die Hauptkräuter. Als Gewürzkräuter verwendet man Gundelrebe, Schafgarenblätter und Gänseblümchen.

Vorsicht: Pflücke nur die Wildkräuter, die du auch wirklich kennst!

So kochst du dein Süppchen:

Alles klein schneiden, Zwiebel anschwitzen, mit Suppenbrühe aufgießen, auch Karotten und Sellerie machen sich gut, Kräuter dazu und köcheln lassen, pürieren, mit Mehlpappal und Rahm verfeinern.

Bild 1 (1.Reihe v.l.): Bärlauch, Bild 2: Brennessel, Bild 3: Spitzwegerich,
Bild 4 (2.Reihe): Giersch, Bild 5: Löwenzahn, Bild 6: Schafgarbe, Bild 7: Vogelmiere

Der beste Erkältungstrunk

Der Erkältungstrunk ist ganz einfach selbst zuzubereiten. Alles was du brauchst sind Zitronen, Knoblauch, Ingwer und Zimt. Alle Zutaten sind antibiotisch und wirken daher dem Wachstum von Bakterien entgegen. Wenn du die ersten Anzeichen einer Erkältung hast, probier den Tee einfach mal aus.

Zutaten:
50ml heißes Wasser
20ml Zitronensaft, frisch gepresst, oder Zitronenscheiben
2 Knoblauchzehen
2 EL geschnittener Ingwer
1 Prise Zimt

Du zerkleinerst oder zerdrückst den Knoblauch und den Ingwer. Eine halbe Zitrone in Scheiben schneiden, oder den Saft auspressen. Alle Zutaten in heißem Wasser ziehen lassen und den Tee schlückchenweise genießen. Am besten ca. 3 Tassen am Tag verteilt trinken. Den Erkältungstrunk kannst du auch schon vorbeugend in der Grippezeit trinken.

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Kombucha selber machen

Die Herstellung von Kombucha ist ganz einfach. Du benötigst nur Tee, Zucker ein Glas mit einer großen Oberfläche und vor allem eine Kombucha-Mutter.

Eine Kombucha-Mutter wird traditionell von Einem zum Nächsten weitergegeben und ist nicht im konventionellen Supermarkt zu erwerben.

Zutaten:

  • Grünen oder Schwarzen Tee
  • eine Kombucha-Mutter
  • ein Glas mit einer großen Oberfläche
  • kleines Tuch (um Mücken abzuhalten)
  • Zucker
  • Wasser

und so geht’s:

Schritt 1

Koche 1 Liter Tee und lasse diesen Abkühlen. Die Kombucha mag am liebsten Grünen oder Schwarzen Tee, Experimente mit Kräuter Tees funktionieren auch, aber man wird sehen, dass die Kombucha-Mutter etwas fransiger wird. Solang die Kombucha-Mutter aber nicht schimmelt, ist alles im Grünen Bereich.

Schritt 2

Gib in einen Liter Tee 5 Esslöffel (oder ca. 60ml) Zucker. Rühre gut um und lass die Zucker-Tee Mischung gut abekühlen.

Schritt 3

Gib deine Kombucha-Mutter mit der Ansatzflüssigkeit in deine fertige Zucker-Tee Mischung. Die Ansatzflüssigkeit ist ein Teil des fertigen Kombucha-Getränks, das du immer wieder für deine neue Kombucha-Brauung hinzufügst. Es sollten auf 1 Liter ungefähr 100ml sein. So bleibt dein Kombucha-Milieu erhalten!

Die Kombucha-Mutter wird mit sauberen Händen in die neue Kombucha gegeben. Sie schwimmt entweder oben auf oder senkt sich in der Mitte etwas ab.

Decke das Gefäß mit einem Tuch ab und fixiere es. Damit verhinderst du, dass sich lästige Obstfliegen in deine Kombucha einnisten.

Schritt 4

Lasse die Kombucha nun 5-10 Tage bei Raumtemperatur stehen (ohne umrühren sondern ganz in Ruhe). Du wirst sehen, dass sich an der Oberfläche eine neue Kombucha-Mutter bildet. Eine dünne weiße Schicht wird entstehen. Je länger du es stehen lässt, desto saurer wird das Getränk.

Schritt 5

Koste deine Kombucha hin und wieder. Je länger du es stehen lässt, desto saurer wird das Getränk. Wenn es dir schmeckt ist es Zeit zum Abfüllen.

Gib die Kombucha-Mutter mit etwas Flüssigkeit in eine Schüssel und stell diese auf die Seite. Dies ist deine neue Kombucha Ansatzflüssigkeit für deine nächste Kombucha-Brauung.

Schritt 6

Das fertige Kombucha-Getränk kannst du nun in eine Flasche abfüllen und in den Kühlschrank stellen. So hast du bis zu deiner nächsten Kombucha einen Vorrat.

Falls du deine Kombucha geschmacklich anreichern möchtest, kannst du jetzt Fruchtsäfte, echte Früchte oder Gewürze hinzugeben.

Wenn du eine richtig spritzige Kombucha möchtest, lass deinen abgefüllten Kombucha 1-3 Tage bei Raumtemperatur stehen. Die Kombucha wird natürliche Kohlensäure entwickeln. Danach sollte sie in den Kühlschrank wandern, da sonst Explosionsgefahr besteht.

Im Kühlschrank hält sich dein Kombucha Getränk nun ca. 1 Monat.
Du möchtest weiterbrauen – starte mit Schritt 1

Tipps:

  • Mit jeder Fermentierung bildet sich an der Oberfläche eine neue Kombucha-Mutter (schaut weißlich, durchsichtig aus) bzw. es verdickt die Alte Kombucha-Mutter
  • Wichtig: vor dem Abfüllen die Kombucha-Mutter mit etwas Kombucha-Flüssigkeit in eine Schüssel geben-> dein neuer Ansatz für eine neue Runde
  • Fertige Kombucha kann in einer Flasche abgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt werden
  • Falls du deine Kombucha geschmacklich anreichernmöchtest, kannst du beim Abfüllen Fruchtsäfte, echte Früchte oder Gewürze hinzugeben
  • Wenn du eine richtig spritzige Kombucha möchtest, lass deine abgefüllte Kombucha 1-3 Tage bei Raumtemperatur stehen
  • Je länger du deine Kombucha fermentieren lässt, desto saurer wird das Getränk – koste einfach hin und wieder und fülle dein Kombucha-Getränk ab, wenn es dir schmeckt!
  • Urlaub? Kombucha frisch ansetzen mit etwas mehr Zucker und in den Kühlschrank stellen – Fermentierung passiert hier sehr langsam (ca. 2 Wochen ohne Probleme)

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Kombucha – der Zaubertrank

Kombucha ist ein fermentiertes Tee-Getränk, das schon seit mehr als 2000 Jahren in Asien hergestellt und getrunken wird. In der asiatischen Medizin hat Kombucha einen hohen Stellenwert. Ihm werden vielzählige gute Wirkungen zugeschrieben.

Was ist eigentlich Fermentieren?

Fermentieren ist ein natürlicher Prozess der uns ständig begegnet. Mikroskopisch kleine Bakterien und Pilze sind überall in der Luft die wir atmen, und in jeden Bissen den wir Essen. Sie sind essentiell für alle Lebensprozesse auf unseren Planeten. Ohne sie gäbe es kein Leben!

Fermentierung ist im Prinzip die Vergärung von Lebensmittel. Die natürlich in der Luft vorkommenden probiotischen Bakterien und Mikroorganismen reichern Lebensmittel an und bringen diese zum Fermentieren. Fermentierte Lebensmittel sind z.B. Bier, Wein, Essig, Sauerteigbrot, Sauerkraut.

Wie entsteht Kombucha?

Kombucha ist ein fermentiertes Teegetränk. Zur Herstellung von Kombucha benötigt man eine Kombucha-Mutter. Die Kombucha-Mutter ist ein Pilz der aus einer Lebensgemeinschaft von Hefen und Bakterien. Der Fachbegriff für den Teepilz ist Scoby. Scoby steht für Symbiotic Colony of Bacteria and Yeast. Übersetzt heißt das: Symbiotische Kolonie aus Bakterien und Hefen.

Die Kombucha-Mutter baut durch alkoholische Gärung Zucker in Kohlenstoffdioxid und Ethanol ab. An der Teepilzsymbiose sind in erster Linie Essigsäurebakterien beteiligit, die verhindern, dass andere Bakterien überhand nehmen.

Der Zaubertrank

Kombucha ist ein fermentiertes Tee-Getränk und besitzt vielen positiven Eigenschaften. Es wirkt entgiftend, reinigend und sorgt für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Darm. Die probiotischen Bakterien unterstützen deine Darmflora, die antibakteriell und antikrebserregend wirken. Ausserdem enhält Kombucha eine Vielzahl an Vitaminen, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Eine Anleitung findest du hier

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Sauerkraut – selbstgemachtes Superfood

Überall ist zurzeit die Rede von Superfood. Es scheint eines der neuesten Modewörter für gesunde Lebensmittel geworden zu sein. Als Superfoods werden Lebensmittel mit besonders gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen bezeichnet.

Doch was genau sind nun Superfoods? Gibt es Superfoods nicht schon immer?

Die Antwort darauf, ist ganz klar: Ja, Superfoods gab es schon immer, nur nannte man diese nicht so. Der Begriff Superfood wird gerade jetzt in den Medien, Online-Blogs und Zeitschriften zum Thema Ernährung sehr gehyped.

Superfoods sind die hochwertigsten und nährstoffreichsten Lebensmittel unseres Planteten. Sie haben die Fähigkeit uns von Grund auf zu nähren, zu stärken, zu reinigen und zu regenerieren.
[www.dancingshiva.at]

Kakao, Goji-Beere und Maca sind nur einige wenige Superfoods, die zurzeit in aller Munde sind. Die meisten dieser Lebensmittel wachsen bei uns nicht und müssen daher importiert werden. Aber ganz klar ist, es gibt auch genug heimische sogenannte Superfoods! Besonders gesunde Lebensmittel sind unter anderem alle möglichen Wildobstfrücht und Wildkräuter, sowie fermentierte Lebensmittel wie das Sauerkraut.

Heimische Superfoods selbst gemacht!

Eines der wohl bekanntesten heimischen Superfood in Österreich ist das Sauerkraut.
Schon James Cook wusste von der Besonderheit von Sauerkraut und nahm große Bottiche gefüllt mit Sauerkraut auf seine Entdeckungsreise mit. Das Sauerkraut schützte die Seeleute vor der gefürchteten Skorbut, der zuvor ganze Schiffsmannschaften zum Opfer fielen. Heute wissen wir, dass dies auf den hohen Vitamin C-Gehalt des Sauerkrautes zurückzuführen ist. Außerdem war es aufgrund der langen Haltbarkeit für lange Seereisen ideal geeignet.

Die Milchsäure Gärung ist eine der ältesten Methoden um Lebensmittel haltbar zu machen. Mit Salz wird das Kraut zu Sauerkraut fermentiert d.h. vergärt. Für die Fermentierung von Kraut zu Sauerkraut sind mehrere Mikroorganismen notwendig, die uns in unserem Leben laufend begegnen. Die natürlich in der Luft vorkommenden probiotischen Bakterien und Mikroorganismen reichern Lebensmittel an und bringen diese zum Fermentieren. Beim Fermentieren von Lebensmittel entstehen unterschiedliche Bio-Konservierungsstoffe wie Alkohol, Milchsäure oder Essigsäure, wodurch Lebensmittel mit Nährstoffen angereichert und haltbar gemacht werden.

Biodiversität ist Essentiell für ein gut funktionierendes System in der Natur. Die Biodiversität der Bakterien ist auch wichtig für einen gut funktionierenden Körper. Fermentierte Lebensmittel sind reich an Pro-biotischen Bakterien und helfen dir, deinen Körper in einer Balance zu halten und stärken dein Immunsystem.

Kraut und Kohlgemüse ist reich an krebsvorbeugenden Nährstoffen, weshalb diese auf jeden Fall ein heimisches Superfood sind.

Anleitung zum Selbermachen

Du brauchst:

  • 2 Kilo frisches Kraut
  • 3 Esslöffel Salz
  • einen großen Topf oder Schraubglas
  1. Äußeren Blätter des Krauts zur Seite legen und Strunk entfernen
  2. Kraut klein schneiden oder hobeln
  3. Kraut mit Salz und ev. Wacholderbeeren (+ev. andere Zutaten wie Senfkörner, Dill, Apfel) in den Topf geben und stampfen oder fest kneten -> es wird Flüssigkeit entstehen
  4. Oberste Schicht mit den zuerst entfernten äußersten Krautblättern bedecken und beschweren (ausgekochter Stein)
  5. wichtig: das Kraut muss vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein!
  6. Topf luftdicht abdecken, sodass die im Gärungsprozess entstandenen Gase entweichen können, aber keine Luft dazu kommt (z.B. Schraubdeckel nur leicht anschrauben)
  7. ca. 4 Wochen im kühlen, dunklen Lagern

Es ist generell darauf zu achten, dass während des Gärprozesses keine Luft in den Behälter gelangen kann. Denn die Luft würde die Milchsäuregärung verhindern. Je nach Gärtemperatur dauert der Gärprozess zwischen drei und sechs Wochen. Danach ist das Sauerkraut verzehrbereit und kann portionsweise aus dem Behälter entnommen werden.